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Meldung
Ausbildung Mediengestalter/in Bild und Ton neu geordnet
Das Verfahren zur Neuordnung der Berufsausbildung Mediengestalter/in Bild und Ton ist eingeleitet. Das geplante Inkrafttreten: 1. August 2006.


Neuordung Mediengestalter/-in Bild und Ton 2006 als PDF
Auf Initiative von NDR, VFFVmedia und AIM wurde ein Neuordnungsverfahren für den technisch-gestalterischen Grundlagenberuf Mediengestalter/in Bild und Ton durchgeführt. Moderiert durch das Bundesinstitut für Berufsbildung diskutierten Experten aus der Medienbranche, wie die Ausbildungsstrukturen noch besser an die Erfordernisse der Praxis angepasst werden können. Am 30. 11. 2005 haben die Sachverständigen der Sozialpartner (Unternehmen, Gewerkschaften) das geänderte Berufsbild verabschiedet und dem Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt.
Nicht nur die betriebliche Ausbildung wird überarbeitet. Parallel zu den Branchenexperten tagt die Lehrplankommission mit benannten Berufsschullehrern aus verschiedenen Bundesländern, um die Lehrpläne der Berufsschulen der Neuordnung gemäß zu strukturieren.

Zum 1. August 2006 können sich Ausbildungsbetriebe, Auszubildende und Berufsschulen nun auf folgende Veränderungen einstellen:

I. Die wichtigste Änderung ist die Einführung von Spezialisierungen. Die Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in Bild und Ton bleibt zwar ein Mono-Beruf mit einer breiten Grundlagenqualifizierung. Im dritten Lehrjahr können jedoch Einsatzgebiete des Ausbildungsbetriebes als Spezialisierungsfeld benannt werden. Die Neuordnung definiert zehn Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. Außenübertragung, szenische und dokumentarische Produktion, Bildmontage, Radio- und Fernsehproduktion, etc. .
II. In der neuen Ausbildungsordnung wurde die geänderte Produktionsrealität berücksichtigt. So spiegelt sich die technische Entwicklung wider, in dem z.B. eine vertieftere Qualifizierung im Bereich der IT-Technik in den Ausbildungsstoff aufgenommen wurde.
Außerdem erfuhr das Berufsbild dadurch eine Aufwertung, dass die Stellung der Mediengestalter/innen gegenüber den redaktionellen Mitarbeiter/innen gestärkt wird.
III. Auch die Prüfungsordnung liegt in überarbeiteter Form vor.
So sieht die Neuordnung nur noch zwei (statt vier) schriftliche Prüfungsfächer vor:
a. Produktionsorganisation, -technik und Gestaltung (als Sperrfach, welches erfolgreich bestanden werden muss)
b. Medienwirtschaft, incl. Wirtschaft und Soziales (Voraussetzung ist hier noch die Zustimmung des zuständigen Ministeriums.)
Zusammen ergeben diese beiden Prüfungsfächer 50 % der Prüfungsanteile.
Die restlichen 50% der Prüfung verteilen sich in Zukunft gleichgewichtig (bisher galt das Verhältnis 60% zu 40%) auf:
a. Prüfungsstück
b. Arbeitsprobe vor Mitgliedern des Prüfungsausschusses.

Alle Neuerungen sollen den Beruf noch attraktiver für Unternehmen und Ausbildungsinteressierte machen. Für diejenigen, die ihre Ausbildung bereits begonnen haben, gibt es Übergangsregelungen.

Damit kann pünktlich zum 10jährigen Bestehen des Berufes eine aktuelle und praxisrelevante Revision der Ausbildungsordnung vorgenommen werden. Das weitere Verfahren liegt nun in den Händen des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums, das die Neuordnung in Gesetzesform bringen kann.

Für AIM KoordinationsCentrum für Ausbildung in Medienberufen war Mathias Laermanns im Sachverständigenrat tätig.
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