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Meldung
Hitliste der Ausbildungsberufe sehr kurz
Es gibt zwar 349 Ausbildungsberufe, aber 75 % aller Auszubildenden sind in einer der 44 beliebtesten Ausbildungen anzutreffen. Junge Frauen ergreifen Dienstleistungsberufe, junge Männer widmen sich der Fertigung.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung meldet, dass die Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe weiter anhält. Obwohl eine breite Palette an Berufsausbildungen (von Änderungsschneider/in bis Zweiradmechaniker/in) zur Verfügung steht, entscheiden sich Betriebe wie Auszubildende für vergleichsweise wenige Berufe. Drei Viertel aller 2009 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (insgesamt 566.004) entfallen auf nur 44 Berufe, was einem Anteil von nur rund 12 % des gesamten Berufs-Spektrums entspricht, so das BIBB.

Diese Konzentration sei bei jungen Frauen besonders stark ausgeprägt. Ein Viertel aller neuen Ausbildungsverträge werden in nur vier Berufen (Einzelhandelskauffrau, Verkäuferin, Bürokauffrau, Medizinische Fachangestellte) abgeschlossen, drei Viertel aller Abschlüsse in lediglich 23 Berufen.
Von diesen beliebtesten Ausbildungsberufen gehören 95% dem Dienstleistungssektor an, weibliche Auszubildende in technischen Berufen sind weiterhin deutlich unterrepräsentiert.
Die einzige Ausnahme bildet die Ausbildung Mediengestalter/in Digital und Print. Diese Ausbildung umfasst technische Aspekte und ist auf Platz 21 bei beliebtesten Berufen bei jungen Frauen.

Die jungen Männer sind häufig in gewerblichen Berufen des Handwerks anzutreffen. Die Rangfolge ist hier: Kfz-Mechatroniker, Einzelhandelskaufmann, Industriemechaniker und Koch. Rund zwei Drittel aller Neuabschlüsse entfallen auf so genannte Fertigungsberufe, ein Drittel auf Dienstleistungsberufe. In den Fertigungsberufen bleiben die jungen Männer fast unter sich.
Insgesamt ist die Spannbreite der Berufe größer als bei ihren Alterskolleginnen: 25 % aller Abschlüsse werden in sieben Berufen, drei Viertel in weiteren 42 Berufen abgeschlossen.

Um das Spektrum der Ausbildungsberufe besser ausschöpfen zu können, ist es nach Ansicht der Berufsforscher/innen notwendig, dass Betriebe wie Ausbildungsinteressierte sich intensiver mit den Potentialen der verschiedenen Bildungsgängen auseinander setzen. Zudem wird für eine Fortführung bzw. die Ausweitung von Programmen plädiert, deren Ziel es ist, den Anteil von jungen Frauen in technischen Berufen zu steigern.
(as)

BIBB: nur wenige Berufe dominieren

Die ganze Fülle der Ausbildungsberufe: www.bibb.de


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