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Meldung
Chancen für ausländische Fachkräfte
Ab April 2012 können Berufsqualifikationen, die im Ausland erworben wurden, besser bewertet und eingestuft werden.

Mit dem BQFG "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen", das am 1. April 2012 in Kraft tritt, können Ausbildungen und Fortbildungen leichter eingeordnet werden.
Für Migrantinnen und Migranten, die ihren Beruf im Ausland erlernt und eventuell auch schon ausgeübt haben, wird so eine Brücke zu einer qualifizierten Tätigkeit in der Bundesrepublik geschaffen. Denn für Unternehmen wird es einfacher, das Profil von Bewerber/innen einzuschätzen. Mit dem neuen Verfahren soll die Gleichwertigkeit ermittelt werden, es ist jedoch keine rechtliche Gleichstellung mit den deutschen Abschlüssen verbunden.

Abgleich der Profile

Das Verfahren sieht im Grundsatz so aus, dass geprüft wird, welche deutsche Berufsausbildung der Qualifikation entspricht, ihr also gleichwertig ist.
Wer im Ausland etwa den Beruf des Druckers erlernt hat und in Deutschland als Drucker arbeiten will, kann überprüfen lassen, ob die eigene Ausbildung dem erforderlichen Berufsprofil entspricht. Ist das der Fall, so wird diese Gleichwertigkeit bescheinigt. Es können auch Teilbereiche bescheinigt werden. Bestehen Wissens-Lücken, werden diese identifiziert und könnten danach ggf. zielgerichtet geschlossen werden, wenn dies erwünscht ist.

Die Prüfungen werden von den Kammern durchgeführt. Aufgrund der Fülle an Herkunftsländern und möglichen Berufen, wurde beschlossen, die Arbeit zu bündeln. So werden einzelne Kammern sich auf bestimmte Länder spezialisieren und dann die Prüfung durchführen. Erste Informationen und eine generelle Beratung soll es jedoch flächendeckend bei entsprechenden Anlaufstellen geben.

Vorab eigenständig prüfen

Fachkräfte, die sich dafür interessieren, dass die Gleichwertigkeit ihrer Berufsausbildung anerkannt wird, müssen die erforderlichen Unterlagen (Zeugnisse usw.), übersetzt in die deutsche Sprache, einreichen. Es ist ratsam, schon im Vorfeld die eigene Qualifikation mit dem deutschen Berufsprofil abzugleichen, denn die Kosten der Prüfung übernimmt die/der Antragsteller/in. Sind keine Zeugnisse vorhanden, weil diese z.B. bei der Flucht aus Kriegsgebieten verloren gegangen sind, kann die Prüfung in begründeten Einzelfällen mit anderen Mitteln erfolgen.

Da alle Beteiligten noch keine Routine bei der Durchführung des Gesetzes haben, liegen Angaben über Dauer und Kosten des Prüfverfahrens noch nicht exakt vor. Auch deshalb, weil bisher nicht einzuschätzen ist, wie viele Migrantinnen und Migranten von dem neuen Gesetz Gebrauch überhaupt machen werden.

Weitere Anerkennungsverfahren

Das neue Gesetz gilt für alle Berufe, für die der Bund zuständig ist, die also bundesweit geregelt sind. Für Berufe nach Landesrecht werden die Bundesländer Regelungen erlassen.

Im Ausland erworbene Hochschulabschlüsse werden weiterhin über die Zentralstelle für das ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei der Kultusministerkonferenz geprüft.
(as)

Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen
www.bq-portal.de

IHK Köln www.ihk-koeln.de

Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB)/ Kultusministerkonferenz
www.kmk.org



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